"Orte und Worte" geht an die Orte, an denen Literatur entsteht, an Romanschauplätze, oder einfach nur in den 14. Stock des RBB-Fernsehzentrums - über den Dächern Berlins. Dahin laden wir auch Publikum ein, und Autor:innen.
Wir kennen die „Riders“ alle: Mit ihrem quadratischen „Globus“ auf dem Rücken liefern sie Lebensmittel bis zur Haustür. Überall auf der Welt gibt es sie. Das Handy ist die Nabelschnur zum Kunden und zum Auftraggeber. Tomer Gardi hat einen Roman über die „globale Stadt“ geschrieben, in der Hauptrolle: Die Riders.
In die „Zeit der Mutigen“ ist die Donau Bindeglied, Trösterin, Zeitmesserin, Grenze, Transformatorin. Der 1300-Seiten-Roman spannt einen weiten Bogen von der Wachau bis nach Indien, von Skandinavien bis zu den Lagern der Donauinsel Belene. An dem Roman hat Dimitré Dinev 13 Jahre gearbeitet, dafür ist er 2025 mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet worden, Zu Recht.
Vernesa Berbo ist ein Tausendsassa voller Energie: Die Schauspielerin, Drehbuchautorin und Sängerin hat mit „Der Sohn und das Schneeflöckchen“ ihren ersten Roman veröffentlicht. Es erzählt die Belagerung Sarajevos aus der Perspektive zweier Schwestern, die eine ist mutig wie ein Kerl, kämpft an der Front. Die andere ist zerbrechlich, hypersensibel. Ein sehr starkes Debüt. Ich habe mit ihr gesungen, getrunken, geredet.